Studis in Leipzig | Teil 2 – WOHNEN

26. 04. 2018 | Do It |

Studis in Leipzig

 

Immer mehr junge Leute zieht es jedes Jahr nach Leipzig, um in einer der beliebtesten Großstädte Deutschlands zu studieren. Hier im Osten der Republik ist es so lebendig und so schön grün, sagen die Messestädter, die den Charme von Klein-Paris, wie Leipzig auch genannt wird, über alles lieben. Warum gerade die Studenten die Pleißemetropole so mögen, schauen wir uns in unserer Serie mal genauer an.

 

2. Wohnen

 

Im zweiten Teil der neuen Blog-Serie „Studis in Leipzig“ geht es um den Wohnungsmarkt für die angehenden Akademiker. Dabei nehme ich die bei Studenten beliebten Quartiere im Süden, Osten und Westen der Stadt unter die Lupe. Hat der Neu-Leipziger seinen Wunschstudienplatz an der Universität oder Fachhochschule ergattert, muss er sich schnell entscheiden – teilt er sich, nach bestandenem Casting, künftig Küche, Bad und Flur mit anfänglich noch unbekannten Menschen in einer Wohngemeinschaft, bewirbt er sich um einen begehrten Studentenwohnheim-Platz oder zieht er lieber alleine oder mit Partner in die eigenen vier Wände.

 

 

Im Szeneviertel Südvorstadt bin ich mit Germanistikstudentin Sarah Englisch (23) verabredet, die sich auf 31 Quadratmetern eingerichtet hat. Die gebürtige Sachsen-Anhalterin lebt schon seit vier Jahren in der Messestadt, hat eine Ausbildung zur Verlagskauffrau absolviert und widmet sich jetzt einem geisteswissenschaftlichen Studium. Ihre kleine Wohnung in der Nähe der bekannten Kneipenmeile Karl-Liebknecht-Straße (liebevoll auch KarLi genannt) liegt Hochparterre in einer Jugendstilvilla mit Echtholzparkett und Fußbodenheizung im Bad. Die Bleibe ist Wohn- und Schlafzimmer, Arbeitsplatz und Küche unter einem Dach. „Nicht ganz preisgünstig, aber meins“, plaudert Sarah, die auch als freie Autorin in der Leipziger Kulturszene unterwegs ist. „Aber eigentlich ist es egal, in welchem Leipziger Stadtteil du wohnst. Jedes Viertel ist cool – überall kannst du einkaufen, trinken, Party machen. In Dresden ist das ganz anders. Da gibt’s nur die Neustadt als Szeneviertel.“

 

 

Grau in Grau, wie nach der Wende noch, war gestern – der Leipziger Osten (Neustadt, Neuschönefeld, Volkmarsdorf, Anger-Crottendorf, Reudnitz und Stötteritz) ist vor allem bei Studenten angesagt. Ausschlaggebend dafür sind der Wohnraum zu noch erschwinglichen Preisen, ausreichend Platz für Kreativität, alternative Läden, Multi-Kulti und viel Grün vor der Haustür. Richtung Stadtrand und trotzdem zentrumsnah – mit dem Fahrrad und der Bimmelbahn ist der Studi schnell in der Innenstadt. Für besonders Neugierige öffnen wir hier im LVZ-Wohnblog eine Haustür über den Dächern der Eisenbahnstraße – schaut rein!

 

 

 

Für studentische Wassermänner empfehle ich den Westen der Stadt (Schleußig, Lindenau und Plagwitz): Schleußig ist übrigens Leipzigs einziger Stadtteil, der komplett von Wasser umschlossen ist. Grüne Hinterhöfe, gemütliche Cafés, Paddeltouren auf dem Karl-Heine-Kanal bilden ein einziges Paradies für (Wasser-)Freizeitsportler und Abenteurer. Und sind ein Eldorado für Wohnquartiere mit Industrieflair und Blick aufs kühle Nass – allerdings haben diese ihren stattlichen Preis.

 

 

 

 

 

Regina Katzer, 05.04.2018

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