5 Dinge, die du als Backpacker in Vietnam auf jeden Fall machen solltest

Nummer 1: Pho frühstücken

Einige von euch haben Pho – das typische Gericht Vietnams – vielleicht schon mal in Deutschland gegessen. Aber Pho vor Ort in seiner Heimat zu essen, ist ein Muss. Und wenn das Essen nur 1 bis 2 Euro kostet, heißt das auch, dass jedenfalls diese Kostenfrage dem Backpacker keine Kopfschmerzen bereiten muss – wenn der Flug erst einmal bezahlt ist. Ich war letztes Jahr mit fünf Freunden drei Wochen in Vietnam unterwegs.

  • Flüge: Wir sind mit Vietnam Airlines aus Frankfurt am Main geflogen. Und zwar direkt! Das dauert knapp zwölf Stunden. Die Tickets für Hin- und Rückweg kosten ca. 600,- Euro. Wir sind in Sai Gon (offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt) gelandet und aus der Hauptstadt Ha Noi nach Hause geflogen. So konnten wir das Land von Süden nach Norden bereisen. Ein kleiner Tipp: Die Flüge bei Vietnam Airlines sind im September besonders günstig, da habe ich für beide Strecken zusammen schon einmal nur 530,- Euro bezahlt.
  • Unterkunft: Es gibt alle Preisklassen – das hängt davon ab, ob ihr eine Villa oder eine kleine hübsche Wohnung wollt. Wir haben für Letztere bei Airbnb pro Tag und Person zwischen 5,- und 10,- Euro ausgegeben.
  • Essen: Ihr könnt mit weniger als 10,- Euro pro Tag alles essen, was das Herz begehrt. Neben Pho müsst ihr unbedingt probieren: Bun Bo Hue (Nudeln mit Rind nach mittelvietnamesischer Art), Banh Xeo (Pfannkuchen mit Shrimps), Che (Nachtisch mit Kokosmilch und Bohnen), und Kaffee mit Kokosmilch.
    Und besonders wichtig für Deutsche: Ein frisches Bier vom Fass (330 ml) kostet nur 10.000 VND, also 25 Cent. Wo es das gibt? In der Altstadt von Ha Noi.

Nummer 2: Motorrad-Taxi in der Stadt, mit dem Zug quer durchs Land fahren

Wie bewegt man sich in Vietnam am besten fort? Eine Möglichkeit in der Stadt ist der Bus. Einfach einsteigen, dann kommt jemand auf euch zu, bei dem ihr bezahlt – wahrscheinlich 20 bis 50 Cent für eine Strecke. Das ist auf jeden Fall ein cooles Erlebnis, von dem man zuhause erzählen kann. Einmal solltet ihr das machen. Besonders praktisch ist es aber nicht, weil es lange dauert und die Busse oft voll sind.

Um schnell ans Ziel zu kommen, gibt es mittlerweile verschiedene Taxi-Apps in Vietnam, die wie Uber funktionieren, zum Beispiel Be, Grab und GoViet. Ob es teuer ist? Puh, wir haben letztes Jahr öfters zu sechst vier Euro für eine fünfzehn- bis zwanzigminütige Strecke bezahlt. Den Preis und die Erfahrung der Busfahrt schlägt das normale Taxi nicht. Spannend sind aber die Motorrad-Taxis, bei denen man hinten aufs Motorrad oder den Roller steigt und den Großstadtverkehr noch einmal ganz anders erlebt. So etwas gibt es selbst in New York nicht!

Ein kleiner Sicherheitstipp: Checkt mal ab, ob die Schildernummer des Motorrades mit der in der App tatsächlich übereinstimmt und ob der Fahrer die Uniform der jeweiligen App trägt, bevor ihr aufsteigt. Es gab bisher keine Vorfälle, aber ich gehe immer auf Nummer Sicher. Wenn sich der Fahrer nicht an die Regeln hält, sage ich ab.

Mit dem Zug sollte man in Vietnam unbedingt mal gefahren sein. Die Schienen ziehen sich durchs ganze Land und sind daher perfekt, um alles kennenzulernen und dabei auf dem Weg noch etwas zu sehen. Tickets kann man unkompliziert an den Bahnhöfen am Schalter kaufen. Besonders lohnenswert ist die Strecke zwischen Da Nang und Hue. Da fährt man über den sogenannten Wolkenpass. Man sitzt im Zug, guckt raus: Der grüne Rücken des Passes verschwindet in den Wolken, auf der anderen Seite schlagen weiße Wellen pausenlos gegen die Felsen. Vor euren Augen ist der Pazifik

Nummer 3: Im Homestay das vietnamesische Familienleben kennenlernen

Airbnb kennt ja jeder. In Vietnam kann man aber zwischen verschiedenen Arten von Unterkünften wählen. Eine Wohnung klassisch für sich allein oder ein Homestay, bei dem man ein oder mehrere Gästezimmer mit Mahlzeiten bekommt, zubereitet vom Gastgeber. Man wohnt praktisch mit der Familie zusammen und wird bekocht. Vietnamesisch, authentisch. Wenn man will, kann man auch mit der Familie zusammen essen. Gebt dafür einfach Homestay ein, wenn ihr eine Unterkunft bei Booking.com oder Airbnb sucht.

Nummer 4: Eine SIM-Karte kaufen

Noch eine wichtige Frage ist, wo man Prepaid SIM-Karten mit Internet-Flatrate kaufen kann. Meine Empfehlung ist es, die Karten direkt am Flughafen zu kaufen wenn ihr landet. Es ist zwar ein bisschen teurer als wenn man sie anderswo holt, hat aber den Vorteil, dass ihr gleich via App ein Taxi buchen könnt. Es gibt in der Regel Angebote für Touristen, von vierzehn Tagen bis zu einem Monat. Das Datenvolumen ist normalerweise unbegrenzt. Das wird zwischen 5,- und 15,- Euro kosten, je nachdem ob ihr auch telefonieren wollt. Ich würde das empfehlen, falls ihr mal einen Taxifahrer anrufen müsst.

Nummer 5: Das Land von Süden nach Norden bereisen

Wenn man von Sai Gon im Süden nach Ha Noi im Norden durch Vietnam reist, ist man fast in jeder Provinz gewesen, da sich das Land wie ein Streifen am Meer entlangzieht.

Lasst euch zum Beginn der Reise von der größten und herzlichsten Stadt Vietnams empfangen: Sai Gon. Sie ist laut. Sie ist verrückt. Sie hat einen besonders positiven Vibe. Sie ist offen. Nirgendwo in Vietnam wohnen so viele Menschen, die nicht in der Stadt oder im Land geboren sind. Man zieht hin, legt seinen Koffer ab und sagt „Ich bin Saigoner“. Und dann ist man es auch.

Von hier aus kann man einen Ausflug zum Mekong-Delta machen, das zwei bis vier Stunden entfernt ist. Es ist das größte Reisanbaugebiet Vietnams, in dem sich neun Flussmündungen des Mekongs befinden. Das Leben spielt sich hier zwischen Land und Wasser ab, welche die Existenz der Menschen prägen und charakterisieren.

Tagsüber am Strand liegen und abends in der zauberhaften Altstadt am Fluss spazieren gehen? Das geht in Hoi An, gut 800 Kilometer nördlich von Sai Gon. Dort findet man eine bezaubernde Mischung aus dem Weiß des Strandes und dem Rot der glühenden Laternen über den Gassen der Altstadt.

Drei Stunden nordwärts mit dem Zug über dem Wolkenpass liegt Hue – die alte Hauptstadt Vietnams. In Hue reist man zurück in die Zeit. In die Zeit der Zitadelle und den sieben Kaisergräbern. Am Fluss des Duftes entlang. Unbedingt anschauen!

Ha Noi ist eine Stadt der Gegensätze. Es ist modern mit Hochhäusern, vielen Autos und langen Alleen. Hinter dieser lebendigen Fassade verbergen sich viele Schichten vietnamesischer Geschichte, denn Ha Noi ist mehr als 1000 Jahre alt. Mit kleinen Unterbrechungen ist es auch schon fast genauso lang die Hauptstadt Vietnams. Wenn man in der Altstadt herumläuft, findet man sich oftmals plötzlich vor einem 1000 Jahre alten Tempel oder vor einer 800 Jahre alt Pagode wieder. Dort kann man sich verschiedene Theateraufführungen anschauen, die das kulturelle Leben des Landes Jahrtausende lang ausmachten.

Hohe Berge und tiefe Abgründe. Bäume, die auf Steinen wachsen. Ein langer schmaler Weg zwischendrin. Wir sind nun in Ha Giang – dem Anfang des Landes, wie man in Vietnam sagt. In Ha Giang realisiert man mal wieder die Größe der Natur. Und wie klein wir Menschen sind. In Ha Giang gibt es das, wofür man sich als Backpacker auf den Weg macht: Erstaunen.

Über den Autor:

In Nghệ An, Vietnam geboren, studiert Hậu in Leipzig Philosophie. Neben seinem Studium arbeit er seit 2014 für TEAMBRENNER im Gastrobereich. Nach sechs Jahren in Deutschland nimmt er derzeit eine sechsmonatige Auszeit in Vietnam und entdeckt seine Heimat neu.

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